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Besser aussehen...

JewelEye, Jewel EyeJewelEye - «das Besondere im Auge»

Besser sehen...
ohne Brille

Immer häufiger sind solche und ähnliche Slogans zu hören oder zu lesen. Was ist davon zu halten?

Tatsächlich ist mit den heutigen technischen und operativen Möglichkeiten Erstaunliches machbar, was noch vor wenigen Jahren unmöglich oder nicht durchführbar erschien.

Dennoch muss ganz klar festgehalten werden, dass es heute noch keinen Eingriff gibt, mit dem man einfach so plötzlich – mit einigen Ausnahmen, auf die ich gleich zu sprechen komme - viel besser sehen kann als je vorher. Selbst die immer wieder auftauchende «wavefront-guided LASIK» oder Wellenfront-Lasik-Behandlung verspricht mehr, als sie halten kann. Das postulierte Adlerauge ist zwar von der Theorie her machbar, praktisch jedoch mit etlichen unüberwindlichen Hürden verbunden. – Und selbst wenn: Würden Sie so scharf sehen wollen, dass sie in 4 Meter Abstand noch immer jedes Pixel am Fernseher zählen können, dass Ihnen die Barthaare wie Schnittlauch im Gesicht vorkommen und Sie jede Hautfalte in allen Einzelheiten erkennen können?

Was ist also dran an dem Slogan?

Folgendes ist machbar:

  • Korrekturen von leichten bis mittleren Kurzsichtigkeiten können heute sehr erfolgreich und komplikationsarm mittels LASIK oder LASEK, also mittels einer Excimer-Laser-Behandlung so korrigiert werden, dass Sie Ihr tägliches Leben ohne jegliche Brille meistern können.
  • Gleiches gilt für nicht sehr stark ausgeprägte Uebersichtigkeit sowie für Hornhautverkrümmung bis etwa 3, maximal 4 Dioptrien.
  • Für Sehanforderungen mit sehr hoher Genauigkeit und langer Konzentration ist es weiterhin möglich, dass Sie zur Restkorrektur mit einer entsprechenden Brille besser dran sind.
  • Bei der Laserbehandlung wird die neue optische Korrektur mit dem Laser in die Hornhaut eingeschliffen. Dieser Vorgang ist nicht ganz ohne Komplikationen möglich. Es gibt in der Literatur viele beschriebene Fälle von bleibenden Defekten und Problemen. – Allerdings: Vergleicht man diese Fälle mit den Millionen problemlos behandelter Patienten (siehe Fallzahlen USA), so sind grosse Probleme wiederum eigentlich verschwindend klein (was für denjenigen, der vom Pech verfolgt ist, ein schwacher Trost ist).
  • Höhere Korrekturen können nicht mehr besonders erfolgreich mit dem Laser behandelt werden. Hierfür – und sinngemäss natürlich auch für kleinere Korrekturen – bieten sich andere Methoden an wie z.B. die Einpflanzung einer Korrekturlinse ins Auge (Kontaktlinse im Auge). Intraoculare Linsen bieten einen sehr hohen Sehkomfort und sind so allein von der Optik her einer Laserbehandlung überlegen. Der weitere Vorteil solcher Methoden liegt in der Rückgängig-Machbarkeit (Entfernen der Linse bzw. Korrektur).
  • Der Nachteil liegt in der Tatsache, dass es sich um einen Eingriff handelt, der das Auge eröffnet, und damit das theoretisch höhere Risiko, das diese Operationen haben, in sich birgt. – Ausserdem sind wir mit diesen Korrekturen nie ganz so genau wie mit dem Laser, wenn auch zuzugeben ist, dass wir in den letzten Jahren enorme Fortschritte erzielt haben. Das heisst; nicht selten ist nach dem Eingriff noch immer in gewissen Fällen eine Brille von Nutzen.
  • Für hohe Brechungsfehler weisen diese Methoden tatsächlich eine Verbesserung der Sehkraft nach, d.h. es ist nach der Augenoperation möglich, besser zu sehen als je zuvor. Dies liegt in aller Regel an der guten optischen Korrektur am Ort des Geschehens und an der damit verbundenen physikalischen Verbesserung der Bildqualität und Bildvergrösserung auf der Netzhaut.
  • Für spezielle Fälle mit beginnender oder schon fortgeschrittener Alterssichtigkeit gibt es ausserdem bereits kombinierte Linsen zum Einpflanzen.
  • Auf dem sehr dynamischen Markt gibt es auch viele andere Produkte und Verfahren, die manchmal so schnell verschwinden, wie sie aufgetaucht sind. Gewisse Verfahren sind vielversprechend (z.B. Intacs = intracorneale Ringe), entpuppen sich im Laufe der Zeit jedoch als Fehlentwicklung, oder es zeigt sich, dass sie sich nicht als das eignen, wofür sie entwickelt wurden, dann aber für andere Indikationen sehr nützlich sein können.
  • Besteht am Auge ein vorbestehender schwerwiegender Fehler, welcher nichts mit der Verschlechterung der Brechkraft zu tun hat, sondern mit einer anderen Krankheit des Auges, so nützen alle operativen Refraktionskorrekturen nichts.
  • Hingegen hat sich die Graustar-Operation zu einer echten refraktiven Operation gemausert, wo es ebenfalls möglich geworden ist, nach der Augenoperation eine Sehkraft zu erreichen, die vorher als nicht erreichbar galt.

Dank moderner Operationsverfahren ist der Wunsch «gut sehen ohne Brille» also sehr oft erfüllbar.

Sollten Sie an einem solchen Eingriff interessiert sein oder noch mehr über diese Verfahren wissen wollen, so klicken Sie bitte hier.

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